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06.07.2026
12:00 Uhr
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Die europäische Bezahlart Wero kommt langsam in den Onlinehandel. Kritiker bemängeln, dass es die Amazon-Cloud AWS nutzt. Wir ordnen den Stand der Dinge ein.

Die Erwartungen, die Verbraucher und Händler in das neue europäische Smartphone-Bezahlsystem Wero setzen, sind groß: Es soll als leistungsfähige, leicht zu bedienende Alternative zu außereuropäischen Bezahldiensten dazu dienen, dass Leute sich untereinander Geld schicken (Person to Person, P2P). Auch im Onlinehandel und in Ladengeschäften oder an Automaten soll man ganz leicht mit Wero bezahlen. Doch bei P2P und im Onlinehandel dominiert laut aktuellen Zahlen der Bundesbank in Deutschland weiterhin PayPal, an der Ladenkasse verzeichneten Visa und Mastercard zuletzt Zuwächse. Wero ist noch ein Randphänomen. Kritik haben zudem Berichte geweckt, nach denen Wero zum Teil in der Cloud von Amazon Web Services (AWS) läuft.
Mittlerweile bieten einige Hundert kleinere Webshops, aber auch Kommunen, Kinos und Kinoticketshops oder Profisportvereine Wero als Zahlungsmethode an und das unter dem Strich so einfach und zweckmäßig, wie man es von PayPal gewohnt ist. In den kommenden Monaten soll Wero außerdem im stationären Handel starten. Darüber hinaus sind funktionale Erweiterungen wie Abonnementzahlungen und Kooperationen mit Bezahlsystemen weiterer EU-Ländern angekündigt, zudem steigen wichtige österreichische Banken bei Wero ein.
Wir haben Wero im Onlinehandel ausprobiert und schauen, wie es sich im Alltag bereits schlägt. Außerdem haben wir mit Verantwortlichen der Betreibergesellschaft „European Payments Initiative“ (EPI) gesprochen und Statements und Ankündigungen der letzten Monate eingeordnet. Wer kann im Sommer 2026 bereits wo und wie mit Wero zahlen, wer soll es bald können und welche Erweiterungen kommen noch? Außerdem erklären wir, was das Problem an der Nutzung außereuropäischer Dienstleister wie AWS ist und wie die EPI darauf reagiert.